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Der allmyTea TV-Tipp: Chinas legendäre Teeroute

Donnerstag, den 27. August 2009

Jeder hat schon mal etwas über die Seidenstraße gehört. Weitaus unbekannter aber historisch nicht minder relevant ist die alte Teeroute.

Der Sender Arte lässt nun in einer fünfteiligen Dokumentation diesen alten Handelsweg, der einst von China über Tibet bis nach Russland reichte, wieder auferstehen.

Erster Teil: Montag 31.08.2009 auf Arte um 20.15 Uhr.

Koffein fürs GamesCamp

Montag, den 24. August 2009

Parallel zur gamescom in Köln gab es am Wochenende ein Barcamp rund um das Thema Computerspiele. allmyTea war Sachsponsor und stellte die Teeversorgung sicher.

GamesCamp Logo

Auch wenn unsere hochwertigen Teemischungen bei den Besuchern insgesamt gut angekommen sind - daddeln macht müde; und so hatte die Befriedigung des Koffeinbedarfs der Barcamper die höchste Priorität.

GamesCamp Besucher trinken Mate mit Guarana

Koffein und Tee - da gibt es nur eine wirklich starke Kombination: “Drei Tage wach”. So heißt die Mischung aus Mate-Tee, Guarana und Lemongras. Die Wirkung lässt sich einfach beschreiben: Mate macht wach und Guarana hält wach. Mich übrigens auch. Es wäre für einen alten Partylöwen eine unverzeihliche Sünde gewesen, an einem Samstag Abend in Köln brav zurück ins Hotelzimmer zu gehen.

GamesCamp Besucher trinken Mate mit Guarana

Es war alles ein wenig extremer auf dem GamesCamp - von der Location direkt am Rheinufer bis hin zur Painstation - einem Spieleapparat für zwei Personen, die in James Bond-Manier Stromstöße erhalten, wenn sie einen Punkt kassieren. Extremtee, wenn man es so nennen mag, passte dabei gut ins Bild.

An dieser Stelle vielen Dank an die Organisatoren für das tolle Event! Bis zum nächsten GamesCamp mit einem noch größeren Vorrat an Drei Tage Wach ;-)

P.S: Für alle, die Andi mal als Bewegtbild erleben möchten: hier ein Video von Andis Session zum Thema Existenzgründung

Tee baut Stress ab

Freitag, den 14. August 2009

Was wir Teetrinker schon immer vermutet haben, bestätigt jetzt ntv in einer aktuellen Meldung: Tee hilft bei allen Arten von Stress! Diese Eigenschaft des Tees wurde jetzt von britischen Forschern in einer Studie erstmals wissenschaftlich belegt.

allmytea auf Facebook

Freitag, den 17. Juli 2009

Ab sofort gibt es auch eine allmytea Facebook-Fanpage:

allmyTea - Tee selber mischen bei Facebook

allmyTea im Handelsblatt

Dienstag, den 30. Juni 2009

In der gestrigen Printausgabe wurde über allmyTea in der Rubrik START-UP berichtet. “Indivdidueller Tee für Teekenner” lautet der Titel.

Ich hatte den Erscheinungstermin nicht mehr auf dem Schirm und wunderte mich heute den halben Vormittag lang, warum das Telefon nicht still stehen wollte. Erst eine E-Mail mit Anhang vom Verfasser, Daniel Borchard, hat mein Teelirium beendet.

Vielen Dank für diesen schönen Beitrag!

Musik zum Tee

Dienstag, den 23. Juni 2009

Bei XING bin ich auf Michael Reffi gestossen. Michael ist freischaffender Künstler im Bereich Sounddesign und begeisterter Teetrinker.

Die Randzeiten des Tonstudios zwischen 5 und 10 Uhr Morgens hat er dazu genutzt, sein erstes eigenes Album “Somnium - Entspannungsreisen” zu produzieren. Michael hat alles selbst eingespielt, eingesungen und gemischt.

Wer es sich bei einer guten Tasse Tee gemütlich machen und musikalisch bis nach Asien und zurück reisen möchte, der sollte sich Somnium einmal ansehen.

Dazu trinkt der Meister selbst gerne einen “Darjeeling Second Flush mit einem kleinen Körnchen braunem Kandis”.

allmyTea auf dem Barcamp Colone 3

Montag, den 8. Juni 2009

Wenn die iPhone und MacBook-Dichte noch höher ist als in einer durchschnittlichen Werbeagentur, wenn statt Visitenkartentausch ein High-Five mit einem sogenannten Poken erfolgt und wenn Leute in T-Shirts mit einem Tesa-Krepp-Namensschild hochkarätige Vorträge zu Internetthemen abhalten, dann ist man auf einem Barcamp. Dieses mal war Köln der Austragungsort der offenen Konferenz, deren Besonderheit es ist, das Ablauf und Inhalte von den Teilnehmern bestimmt werden.

allmytea war vergangenes Wochenende das zweite Mal Sachsponsor eines Barcamps. In der Cafeteria des Gastgebers QSC AG habe ich neben den Kaffee-Kollegen von sonntagmorgen eine Tee-Bar aufgebaut und alle Barcamper mit einer Auswahl an zehn Teemischungen versorgt. Obwohl alle Sorten gut ankamen, z.B. der Oriental-Tee mit Rosenblüten und Kardamom oder die Luftige Erfrischung mit Japan Bancha und Lemongras, war eine der Renner schlechthin: die wohl koffeinreichste Teemischung der Welt (ungeprüfte Behauptung) mit Mate-Tee und Guarana namens “Drei Tage Wach“. Schon am ersten Tag war nichts mehr davon übrig.

Andi auf dem Barcamp Cologne 3
Dieses Bild wurde freundlicherweise von Prinz Rupi bereitgestellt.

Ein großes Lob an die Sponsoren des #bcc3 - es hat viel Spaß gemacht. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Barcamp mit koffeinerprobten Teilnehmern! Wir beginnen vorsorglich schon mal mit der Produktion der beliebten Wachmacher-Mischung ;-)

Umfrage Teetrinken im Sommer

Mittwoch, den 13. Mai 2009

Die letzten zehn Tage haben wir an dieser Stelle eine Umfrage zu Teetrinken im Sommer durchgeführt. Vielen Dank an alle Teilnehmer!

Insgesamt haben 41 Leute mitgemacht und  im Single-Choice-Verfahren mit folgender prozentualen Verteilung auf die Fragen geantwortet (Ergebnis gerundet):

  • Ich trinke keinen Tee, 17% (Wir freuen uns natürlich auch über Besuch von Nicht-Teetrinkern)
  • Ich trinke regelmäßig Tee, egal wie warm es draußen ist, 46%
  • Ich trinke im Sommer insgesamt weniger Tee, 10%
  • Ich trinke im Sommer eher Eistee oder kalten Tee, 27%

allmyTea auf der next conference 2009

Donnerstag, den 7. Mai 2009

Dienstag, 10.00 Uhr morgens, Hamburger Event-Gelände „Kampnagel“: Wo ist bloß der Sponsoren-Parkplatz? Hätte man mir gesagt, dass ich einfach nur den riesigen Trucks folgen soll … ich wäre vielleicht eingeschüchtert samt meiner 12 Teesorten, Samowars, Becher, Kekse, Kandis, Deko und Visitenkarten im U-Turn zurück auf die Autobahn. Doch so finde ich mich mit meinem Polo zwischen Catering-Transportern und Messeausstattern wieder - und lade auch erst mal aus, um wie alle anderen die next zu bestücken.

next09 allmyTea Stand

Seit vier Jahren bringt das wohl wichtigste Event der europäischen Internetindustrie zwei Tage lang Entscheider aus Medien, Werbung und Internettechnologien zusammen – und auch allmyTea wurde bereits vor einigen Monaten angefragt, ob wir nicht Besucherkarten erwerben oder uns in Form eines Pitches möglichen Investoren vorstellen wollten. Eine Eintrittskarte zur next conference kann, abhängig von den besuchten Modulen, allerdings schnell Höhen erreichen, für die man schon eine Weile die Teeschaufel schwingen muss. Angesichts der hochkarätigen Referenten, Aussteller und Besucher durchaus gerechtfertigt, und natürlich eine absolut gute Gelegenheit, auf allmyTea aufmerksam zu machen.

Weil das aber am Besten durch unser Produkt funktioniert, schlug ich vor, statt einer bloßen Teilnahme, die Veranstaltung mit kostenlosem Tee zu sponsorn. Ein recht kühner Vorschlag, angesichts von Catering-Sponsoren wie Coca Cola, Bionade, Beck’s oder Bacardi - doch da man in der Hansestadt mit guten Tee zum Glück auch gut punkten kann, bekamen wir tatsächlich den Zuschlag.

Und ich kann nur sagen - ein großes Lob an die professionelle Organisation: In der größten Hektik wurde ich enorm herzlich empfangen und samt meinem Teeladen direkt vor Kopf des gefühlt zwei Kilometer langen Caterings postiert. Ein sehr angenehmer Platz – und ein kommunikativer dazu: Über 400 Tassen Tee konnte ich in den kommenden zwei Tagen ausschenken, viele interessante Leute kennen lernen und wieder sehen - und meinem Bizeps nebenbei um ca. zwei Zentimeter vergrößern (Dafür sorgte allerdings nur der 200 Meter entfernte Wasserhahn, zu dem ich alle zwei Stunden mit den leeren Samowars traben konnte.).

next09 allmyTea Gäste am Teestand

Für allmyTea war die next09 ein voller Erfolg. Ein besonderes Dankeschön für diese Chance geht an das Team von SinnerSchrader! Wir freuen uns auf 2010, Andi.

„Unser Leben auf den Plantagen war wie ein Märchen.”

Donnerstag, den 26. März 2009

Auf einer indischen Teeplantage aufzuwachsen, stellen sich die meisten von uns wohl wie ein einziges exotisches Abenteuer – zu Recht. Denn zu Uday Shahs Kindheit in Darjeeling und Assam gehörten weiße Villen, Angestellte, Mangobäume und duftende Teelager in der Tat dazu. Nachdem ich den E-Commerceler vor einiger Zeit per Zufall über Xing kennen gelernt habe, hat er sich jetzt spontan zu einem Blog-Interview bereit erklärt und mit uns über sein außergewöhnliches Leben, Lieblingstees, Cricket und die Arbeitsbedingungen auf vielen Plantagen gesprochen.

Teeplantage

Dieses Bild wurde unter der Creative Commons Licence von Ankur P veröffentlicht

Andi: Uday, du hast Deine Kindheit auf Teeplantagen verbracht. Wie und warum hast du dort gelebt?

Uday: Meine Eltern waren in Plantagen in Darjeeling und Assam. Ich und mein Bruder gingen derweil in ein englischsprachiges Internat in Kalkutta und haben unsere Ferien auf den Plantagen verbracht. Da mein Vater Estate Manager bei Liptons war, wurde er oft zu den verschiedenen Estates versetzt, und die Eltern fanden es sinnvoll, dass wir die Schule nicht so oft wechseln sollten. Die Tea Estates waren meistens in abgelegenen Gebieten und waren wie kleinen britischen Enklaven. Dort gab es echt alles, was das Herz begehrte: Ein Clubhouse, Golfplätze, Swimming Pool, große Christmas Partys mit Geschenken für alle Kinder. Wir haben in riesigen Kolonialstil Bungalows mit Angestellten gelebt.

Andi: Wow, und was für Angestellte hattet Ihr?

Uday: Bei uns zu Hause gab es ein Koch, ein Kindermädchen, zwei Diener, Putzmänner, Gärtner und zwei Chauffeure. Jeder hatte eine Uniform je nach Aufgabengebiet. Alles wurde von der Firma bezahlt und zählte zu den Perks.

Andi: Ich selbst bin in einer Reihenhaussiedlung als Sohn eines Beamten im Ruhrgebiet aufgewachsen. Dagegen stell ich mir deine Kindheit wie einen einzigen romantischen Roman vor…

Uday:
Damals war das für mich alles genauso normal, so wie es für Dich in der Reihenhaussiedlung war. Wenn ich heute zurückblicke, kann ich allerdings kaum glauben, was wir damals für ein Leben auf den Plantagen geführt haben. Es ist wie ein Märchen. Meine Eltern denken aber oft und gerne daran zurück.

Andi: Wahrscheinlich hat sich bei dir zu Hause das ganze Leben um Tee gedreht. Hättest du manchmal gerne mit anderen Kids getauscht?

Uday: Nein, eigentlich war es gar nicht so extrem. Mein Vater hat zu Hause seinen Job Job sein lassen. Manchmal wurde er aber auch nachts aus dem Bett geholt, wenn es in der Teeproduktion irgendwelche Notfälle gab. Ansonsten war das Clubhouse jeden Abend ein Treffpunkt für Angestellte ab einem bestimmten Rang. Es gab Live-Musik, Partys und oft Skandale wegen Fremdgehen. Das normale Leben halt ; )…

Andi: Und wie hast du deine Freizeit verbracht?

Uday: Ich habe viel Cricket gespielt und war in der Schulmannschaft als batsman. Rugby war auch mein Sport, außerdem habe ich viel gelesen. Polo habe ich allerdings nie gelernt.

Andi: Durftest du damals eigentlich Kontakt zu den Kindern der Teepflücker haben?

Uday:
Nein, wir durften nicht mit ihnen spielen, obwohl wir es manchmal heimlich doch getan haben. Dann sind wir gemeinsam an Mangobäumen hochgeklettert, um die Früchte zu pflücken. Oder haben uns einfache Spiele mit Murmeln, Kreiseln, Bällen, Stöcken und Altreifen ausgedacht. Heute ist dieses Klassendenken leider immer noch so, was ich persönlich sehr schade finde.

Andi: Gibt es für dich etwas, das du für immer mit dem Leben auf den Plantagen verbinden wirst?

Uday: Ja, wir haben immer im Garten gefrühstückt und zu Mittag gegessen und es uns einfach als Familie gut gehen lassen. Außerdem war Weihnachten sehr spannend. Es kam ein echter Santa Claus ins Clubhouse mit unseren Geschenken. Es wurden dann Namen von jedem Kind aufgerufen und das Geschenk überreicht – und immer das, was man sich gewünscht hatte. Eine wirklich tolle Logistikleistung des Weihnachtsmanns ;-)!

Andi:
Leider ist das nur die eine Seite des Plantagen-Lebens. Der Deutsche Teeverband hat über die Arbeitsbedingungen der Teepflücker gemeldet, dass diese nach wie vor sehr hart seien. Aber gemessen am Durchschnittseinkommen würden die Menschen gut bezahlt und seien gewerkschaftlich organisiert. Was sind Deine Erfahrungen?

Uday: Natürlich sind diese Informationen geschönt. Es gibt gute Vorzeige-Plantagen, aber auch ganz andere Estates mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Wenn die Waren einmal bei den Auktionen sind und von den großen Konzernen gemischt wurden (blends), weiß auch keiner mehr, wo der Tee herkam. Fakt ist, dass die Importeure immer noch am meisten daran verdienen – Fair Trade hin oder her. Aber es hat sich vieles im Sinne der Pflücker auch sehr verbessert. Das National Tea Board ist allerdings lediglich ein staatliches Kontrollorgan. Auch hier sind Bestechungen an der Tagesordnung, sonst wären Discounter-Preise einfach nicht möglich.

Andi: Kommen wir zurück zu dir. Was ist denn Dein Lieblingstee?

Uday: Oh, da gibt es mehrere. Am liebsten trinke ich mehrmals am Tag indischen Chai. Oder schwarzen Tee mit gestoßenem Kardamom aufgekocht, dann mit Milch und Zucker verfeinert. Manchmal kommt mir aber auch gerne schwarzer Tee mit Zitronensaft, Zucker und eine Prise Salz in die Tasse.

Andi:
Bei den Briten ist ja die Frage, ob erst der Tee oder die Milch in die Tasse kommt, ein zentrales Streitthema. Zu welchem Lager zählst du – Tif (Tea-in-first) oder Mif (Milk-in-first)?

Uday:
Also ich gehöre eindeutig zu der Tif-Abteilung.

Andi: Und wo ich schon mal einen echten Plantagen-Kenner da habe – hast du einen Insider-Tipp in Sachen Tee für uns?

Uday: Probiert mal den Tee von Gayabari Tea Estates in der nähe von Darjeeling (bei Kurseong). Es gehört einem guten Freund von mir, und er baut einen echten Organic Tea an. Er hat diese Gardens von den Eltern geerbt, 8 Jahre stillgelegt und andere Sachen angebaut, um den Boden von Pestiziden etc. zu bereinigen. Jetzt ist der First Flush wirklich ein Hochgenuss!

Andi: Insgesamt hört sich deine Zeit in Indien nach einem sehr glücklichen Leben an. Was hat Dich nach Deutschland verschlagen?

Uday: Ich kam nach Deutschland zum Studieren. Ich wollte nicht nach Großbritannien oder in die USA wie die anderen, und bin echt froh drum. Außerdem ging es mir wie vielen im Leben: Kaum am anderen Ende der Welt, schon habe ich eine Frau hier kennen gelernt und bin hängen geblieben.

Andi: Du betreibst jetzt unter anderem einen Online-Shop für Lederwaren (www.lederwaren.com). Was fasziniert Dich an diesem Produkt?

Uday: Ich bin während meiner Studienzeit in Deutschland zufällig in diese Branche reingerutscht. Alle Produkte in meinem Shop designe ich selbst und lasse sie in verschiedenen Ländern produzieren, hauptsächlich in Argentinien, wegen der hohen Qualität des Leders. Ich liebe das Material und die Gestaltungsmöglichkeiten. Jede Kollektion ist eine neue Herausforderung. Alles fließt und entwickelt sich weiter, das ist toll! Und ich bin mein eigener Chef, so wie du.

Andi: Ich wünsch dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg und vielen Dank für das Interview!

Anmerkung der Redaktion: Uday wird versuchen, noch ein paar alte Bilder aus seiner Schulzeit zu finden, die wir dann an dieser Stelle zeigen können.